• 05-OCT-2015

Wie schmeckt unsere Zukunft? Innovationen in der Lebensmittelwirtschaft: Digitale Produktkennzeichnung durch fTrace

Wie schmeckt unsere Zukunft? Innovationen in der Lebensmittelwirtschaft: Digitale Produktkennzeichnung durch fTrace

Koch-Roboter, mitdenkende Kühlschränke oder Nudeln aus dem 3D-Drucker: Die Zukunft der Lebensmittelwirtschaft hat eben erst begonnen. Wo wird das hinführen? Wie wird zukünftig unser Essen aussehen und vor allem – wie wird es schmecken? Wo kommt es her und was ist drin? Ist es vegan, vegetarisch, glutenfrei oder Bio? Fragen über Fragen. 

Wir werfen einen Blick in die Zukunft der Lebensmittelwirtschaft, um erste Antworten zu geben. Diese Zukunft - das ist vor allem ein Bick in die digitalen Informationskanäle und Laborküchen.  

​Rund fünf Milliarden Mal am Tag piepst es weltweit an der Supermarkt-Kasse. Das sind fünf Millarden Barcodes, die an der Kasse über einen Laser gezogen werden. Diese Barcodes verknüpfen Informationen: Zum einen natürlich den Preis, den der Kunde sofort sieht. Aber darüber hinaus auch Informationen beispielsweise über die Herkunft, die Inhaltsstoffe des Produktes oder das Verfallsdatum. 

Will der Kunde im Supermarkt diese Informationen ebenfalls abrufen, braucht er lediglich ein Smartphone und eine App. Er scannt dann einfach den entsprechenden Code auf der Verpackung ein und ruft direkt über sein Handydisplay die gewünschten Informationen ab. Wo hat der Fischer sein Netz ausgeworfen, wie wurde die Rohware weiterverarbeitet und wann hat der Importeur sie entgegengenommen? Welche Bestandteile sind in einem Produkt und wie wurde es hergestellt? Um diese Fragen zu beantworten stehen die Unternehmen vor der Herausforderung, eine Fülle von Informationen zu sammeln, zu verwalten und über unterschiedliche Kommunikationskanäle zur Verfügung zu stellen

Transparenz vom Kutter bis zum Konsumenten 

Seit über 40 Jahren beschäftigt sich das Kölner Unternehmen GS1 Germany mit der Identifikation, Zusammenführung und Nachverfolgbarkeit von Daten bei Lebensmitteln. Gemeinsam mit Vertretern des Handels und der Fischindustrie hat GS1 Germany 2012 das Rückverfolgbarkeitsystem fTrace gestartet. Mit dem Traceability-System fTrace lässt sich die Lieferkette beispielsweise von Fisch und Seafood lückenlos zurückverfolgen. Hier genügt eine einzige digitale Schnittstelle, um Lieferketten durchgehend transparent zu machen und die - auch gesetzlich - geforderten Informationen bereitzustellen. 

Das System funktioniert so: Der Käufer lädt sich die kostenlose fTrace-App auf sein Smartphone und kann dann mit der Scan-Funktion den Code auslesen. So erhält er die gewünschten Informationen, beispielsweise zum Fangdatum und -gebiet, zur Produktionsmethode, oder das Einfrier- und Verfallsdatum. Das regeln die EU- Verordnungen Nr. 1224/2009 und Nr. 404/201 an die Rückverfolgbarkeit von Fisch- und Aquakulturerzeugnissen. Weitere Vorgaben für die Produktkennzeichnung macht darüber hinaus seit Ende 2014 die Lebensmittelinformations-Verordnung 1169/2011 (LMIV). 

Diese Rückverfolgbarkeit durch fTrace gibt es derzeit bei Fleisch- und Fischprodukten. Für Obst und Gemüse laufen Pilotprojekte von GS1 Germany, um auch diese Produkte chargenweise zurück verfolgen zu können. Mehr und mehr gibt es auch Bedarf bei Tabak oder bei Textilien. Mittlerweile kann man in Deutschland rund 30.000 Produkte aus dem Lebensmittelbereich über fTrace zurück verfolgen, mit Bezugsquellen aus 15 verschiedenen Ländern, von Argentinien bis Norwegen. Für Kunden ohne Smartphone und App sind entsprechende Sequenznummern unter dem Code angegeben, so dass man auch jederzeit mit einem PC oder einem Tablet diese Information im Netz abrufen kann. 

GS1 Germany ist vom 10. bis 14. Oktober 2015 auf der weltweit größten Ernährungsmesse, auf der Anuga in Köln, zu sehen. 

Ansprechpartnerin Presse: 

Sandra Wagner

GS1 Germany 

Leiterin Öffentlichkeitsarbeit

Tel.:+49 221 94714-543

E-Mail: wagnergs1-germany.de



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