• 15-NOV-2016

Die Milchtankstelle: ein neuer Vertriebsweg und gleichzeitig ein Ausweg aus dem Milchpreisdilemma

Was uns in den Supermärkten als Milch verkauft wird, hat in der Aufbereitung an Geschmack und Nährstoffen eingebüßt. Der bewusste Kunde fragt zunehmend nach dem ursprünglichen Naturprodukt: unbehandelte Milch, frisch, köstlich und direkt in der Nähe der Verbraucher. An zahlreichen Milchtankstellen kann man sich mittlerweile mit Milch vom nächsten Bauernhof versorgen - und das zu einem fairen Preis.

Milch für 40 Cent oder sogar noch deutlich weniger? Nicht mit uns, denken sich immer mehr Landwirte und eröffnen ihre eigene Milchtankstelle. Die gibt es mittlerweile bundesweit - und das an vielen Standorten fast rund um die Uhr. Das Konzept ist simpel: Geld einwerfen, Flasche unter den Zapfhahn halten und einen Knopf drücken. Schon fließt die Milch fast so frisch wie direkt von der Kuh.

Mit den Automaten wehren sich die Bauern auch gegen die niedrigen Milchpreise, da trotz der deutlichen Preissteigerung für Milch im Laden beim Bauern meist noch immer nicht genug ankommt. Bei stetig steigenden Kosten für Produktion und Viehhaltung können die Milchbauern kaum kostendeckend arbeiten. Derzeit liegt der Milchpreis teils immer noch weit bei unter 30 Cent pro Liter.

An den Milchtankstellen verlangen die meisten Anbieter einen Euro für die gleiche Menge. Das geht zu großen Teilen direkt an die Landwirte. Kosten für Transport, Verpackung und Zwischenhändler entfallen, die Milch gibt's schließlich direkt am Hof - und damit noch frischer als im Supermarkt.