• 25-MAR-2015

Update zum Milchgipfel 30-5-2016: Einblicke in einen der modernsten Milchhöfe

Kuh-Massagebürste

Ab dem 1. April 2015 können Europas Bauern wieder soviel Milch produzieren, wie sie wollen. Die Milchquote wird zu diesem Stichtag abgeschafft, und die Milchbauern bekommen ihre unternehmerische Freiheit zurück - mit allen Chancen und Risiken. Denn die Aufhebung der Quotenregelung bedeutet auch das Ende eines festgelegten Milchpreises in Europa und eine freie Preisentwicklung auf den globalen Märkten. Momentan produzieren die rund 4,3 Mio. Milchkühe in Deutschland ca. ein Fünftel des gesamten europäischen Milchangebots, also rund 32 Mio. Tonnen Milch im Jahr, so die Zahlen des Deutschen Raiffeisenverbandes (drv) von 2014. Europa selbst ist nach Angaben des Milchindustrieverbandes (MIV) der größte Milcherzeuger weltweit mit 154 Mio. Tonnen pro Jahr, vor Indien mit 135 Mio. Tonnen, und den USA. 

Der Verein Die Lebensmittelwirtschaft in Berlin hat aus aktuellem Anlass die Milchagrargenossenschaft „Heideland“ in Kemberg in Sachsen-Anhalt besucht. Derzeit werden in Kemberg 2000 Rinder gehalten, davon rund 50 Prozent Milchkühe. Die Leistung pro Kuh im Jahr beträgt etwa 11. 000 Kilo Milch. Der Hof „Heideland“ gilt als einer der modernsten Höfe in Europa, mit einem neu entstandenen Melkzentrum. An einem Milchkarussell können per Roboter 60 Kühe gemolken und gepflegt werden. Auf dem Hof arbeiten 47 Angestellte, davon sind vier Auszubildende. Die Milchquote wurde vor genau 31 Jahren, am 1. April 1983 eingeführt, um der Überproduktion an  Milch und Butter in der EU entgegen zu wirken und auch den damit verbundenen Preisverfall zu stoppen. In der EU häuften sich Ende der 70er, und zu Beginn der 80er Jahre, die berühmten „Milchseen“ und „Butterberge“, weil Abnehmer fehlten. Die EU beschloss daraufhin feste Produktionsquoten einzuführen, dafür aber die Milchprodukte zu Garantiepreisen aufzukaufen. Wer über die erlaubte Quote hinaus produzierte, musste Strafe zahlen.

Mit dieser Foto- und Videoserio, aufgenommen bei der Milchagrargenossenschaft „Heideland“, beleuchtet die Lebensmittelwirtschaft Themen rund um die Milch - von der Kuh und der Rohmilch, über moderne Ställe und Tierhaltung bis hin zu Qualitätsmanagement, Marketing, Innovationen und Genuss. 6 Kilo Butter, über 24 Kilo Käse und 90 Kilo Frischmilcherzeugnisse verzehrt jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr – das ergibt einen Verbrauch von knapp 13.000 Kilogramm Frischmilcherzeugnissen in nur einer Minute.  Im Rahmen dieser Bilder- und Videoreihe zeigt die Lebensmittelwirtschaft, wie die Prozesskette funktioniert, bis die Milcherzeugnisse schließlich beim Verbraucher landen. 

Anprechpartner: 

mfm - menschen für medien

Isabella Pfaff

Geschäftsführerin

pfaff@menschen-fuer-medien.de

Tel.: 030 21 96 05 20